Clubkultur

Clubkultur in Berlin - in Gefahr
Clubkultur in Berlin - in Gefahr
Clubkultur in Berlin - in Gefahr

Dass die Musik- und Clubkultur Berlin nicht nur für Touristen attraktiv macht, würde fast jeder wohl unterschreiben. Nicht nur deshalb sind in den vergangenen Jahren viele Menschen in bestimmte Kieze bzw. nach Berlin gezogen.

Leider kann man aber in den letzten Jahren auch ein massives Clubsterben beobachten: Weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannte und alteingesessene Clubs wie Icon, Knaack und Magnet mussten schließen oder umziehen.

Eine der Ursachen hierfür liegt in der Veränderung des Wohnumfeldes. Meist gab es bis zu einem bestimmten Punkt ein gutes, rücksichtsvolles Miteinander mit der bestehenden Nachbarschaft. Zum Krach kam es dann, wenn in der Nachbarschaft neu gebaut wurde und neue Anwohner dazukamen.

Als Beauftragte für Club- und Musikkultur meiner Fraktion treibt mich diese Tatsache natürlich politisch um. Es müssen hier rechtzeitig praktikable Lösungswege gefunden werden, bevor es zu spät ist und es in manchen Kiezen keine Clubszene mehr gibt, die sich noch zu schützen lohnen würde.  

Und tatsächlich haben wir bereits reagiert. Im Sommer 2013 wurde im Parlament ein Antrag verabschiedet, der den Clubs nun zum ersten Mal einen effektiven Bestandsschutz bietet. Eine Änderung der Berliner Bauordnung soll zukünftig Bauherren in die Pflicht nehmen. Diese sollen selbst für ausreichenden Lärmschutz sorgen müssen, so dass sich für den benachbarten Club keine strengeren Lärmschutzwerte ergeben. 

Dies kann aber nur ein erster Schritt sein, um zukünftige Verdrängung einzudämmen. Denn Probleme tauchen auch an anderer Stelle auf: Steigende Mieten machen nicht nur den einfachen Mietern, sondern auch den kulturellen Einrichtungen das Leben schwer. Dazu kommt, dass die kulturellen Nischen, die man bisher in Berlin so zahlreich finden konnte, im innerstädtischen Gebiet immer kleiner werden und immer mehr kulturelle Einrichtungen sich aufgerieben fühlen zwischen Etablierungs- bzw. Verwertungsdruck auf der einen und künstlerischem Anspruch auf der anderen Seite.

Für die Politik bleibt also noch einiges zu tun, und es geht dabei nicht nur um den „Guten Ruf“ Berlins als Partyhauptstadt. Es geht dabei auch um viel Geld, denn die Clubkultur stellt einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor für Berlin dar!

Deshalb haben wir als Koalition beschlossen, dass es in Zukunft einen Bestandsschutz für bestehende Clubs geben soll, damit Nachbarschaftskonflikte erst gar nicht entstehen.

Der Beschluss heruntergeladen werden (PDF-Reader benötigt): >Hier klicken<

Meine Rede zu diesem Antrag finden Sie unter folgendem Link: Hier klicken

Presseberichterstattung:

  1. Bericht auf tagesspiegel.de: >Hier klicken<
  2. Bericht der Pankower allgemeinen Zeitung: >Hier klicken<
  3. Weiterer Bericht auf tagesspiegel.de: >Hier klicken

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