Finissage zur Ausstellung: "Bilder von Freiheit und Unfreiheit"

22.02.2019 | Anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren zeigt Clara West in ihrem Bürgerbüro in der Naugarder Str. 43 Zeichnungen und Bilder des Künstlers Gino Kuhn. Am 15. Februar wurde die Ausstellung gemeinsam mit dem Künstler eröffnet und war somit der Auftakt in das Gedenkjahr 30 Jahre Mauerfall. Zum Abschluss dann gab es nun eine Finissage. Dr. Karl-Heinz Bomberg, Liedermacher, Autor und Arzt, hat aus seinem Buch "Heilende Wunden. Wege der Aufarbeitung politischer Traumatisierungen in der DDR" gelesen und vom Hintergrund der Entstehungsgeschichte des Buches erzählt.

Karl-Heinz Bomberg widmet sich den verschiedenen Bewältigungsformen politischer Traumatisierung in der DDR von psychoanalytischer Therapie, sozialen Netzwerken, Humor und Reisen bis hin zu Kunstproduktion, indem er Betroffene selbst zu Wort kommen lässt und ihren Bildern einen öffentlichen Raum zur Verfügung stellt. Mit theoretischen Erläuterungen verleiht er den Berichten und Bildern einen wissenschaftlichen und künstlerischen Rahmen.

Begleitet hat er seine Lesung mit eigenen Liedern auf der Gitarre, unterstützt wurde er dabei von Detlef Jablonski.

Zur Ausstellung:

Gino Kuhn, geboren 1955 in Baden-Württemberg, zog 1975 nach West-Berlin. Durch den Alltag an und mit der Berliner Mauer direkt mit der deutschen Teilung konfrontiert, nahm er Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf und wurde selbst Fluchthelfer. Im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit war er knapp zwei Jahre im Gefängnis Berlin-Rummelsburg inhaftiert, bevor er 1978 von der Bundesrepublik freigekauft wurde. In Bildern und Zeichnungen verarbeitet Gino Kuhn seine Hafterlebnisse.
„Meine Gemälde und Zeichnungen sollen ein Mahnmal sein und widerspiegeln, welchen entwürdigenden Haftbedingungen wir ausgesetzt waren."

 

 

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