Bürger, Politik und Wirtschaft gemeinsam unterwegs rund um den Antonplatz

19.07.2017 | "Wie geht es weiter mit dem Antonplatz?" - Diese Frage haben sich Clara West und Tino Schopf genau ein Jahr nach ihrem ersten gemeinsamen Rundgang im Sommer 2016 rund um den Antonplatz gestellt. Mit dabei waren auch diesmal wieder Herr Nils Busch-Petersen, Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, sowie Kai-Uwe Agatsy, Vorsitzender der IG City Weißensee. Neu dazu kamen diesmal Rona Tietje in ihrer Funktion als Wirtschaftsstadträtin und Rainer Perske, Inhaber der Marktverwaltung, die den wöchentlichen Markt am Antonplatz betreibt. Hier, beim Markt am Antonplatz, sah man auch gleich ganz deutlich, dass sich im vergangenen Jahr bereits etwas getan hat. Zum normalen Marktbetrieb, der zweimal die Woche jeweils Dienstags und Freitags stattindet, gibt es jetzt ganz neu auch einen Lunchmarkt am Donnerstag, von 11 - 16 Uhr vor dem Kino Toni. Eines der Probleme, die beim letzten Mal immer wieder genannt wurden - nämlich die mangelnde Vielfalt des Angebotes am Antonplatz und in der Berliner Allee - wird hiermit ganz praktisch angegangen. Streetfood dieser Art zu erschwinglichen Preisen - das hat bisher gefehlt im Kiez und passt zu einem seit Jahren immer jünger werdenden Marktpublikum! Angedacht ist nun, auszuprobieren, wie dieser Lunchmarkt weiterentwickelt werden kann, beispielsweise mit Zelten oder Bänken - je nachdem, wie das Angebot angenommen 

Aber nicht nur positives war zu berichten während unseres Rundganges. Von Anwohnern kam der Hinweis auf illegalen Zigarettenhandel, der am Antonplatz seit einiger Zeit floriert. Hier ist es vor allem wichtig, Kenntnisse oder Beobachtungen über Schmuggel oder Lagerung von illegalen Zigeratten sofort an die zuständige Stelle weiterzugeben (Hinweistelefon der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Zigaretten (030) 4664-94464). Das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg bildet zusammen mit dem Berliner Landeskriminalamt die “Gemeinsame Ermittlungsgruppe Zigaretten (GE Zig)”. Wie diese arbeitet und wie sie zu erreichen ist - alle Informationen dazu finden Sie im Flyer am Ende des Artikels.

Ebenso kam die Frage auf, warum der Brunnen auf der Ostseite des Antonplatzes so oft ohne Wasser anzustreffen ist und wo sich die Skulptur befindet, die dort früher auf dem Brunnen stand. Wir stehen hierzu gerade mit dem Bezirksamt in Kontakt - sobald wir dazu genauere Informationen bekommen haben, werden wir diese auf dieser Homepage ergänzen.

Berliner Allee - von der Einkausstraße zur Streetmall?

Nach dem Rundgang ging es weiter mit einem intensiveren Gespräch in der Pizzeria am Platz. Hier wurde die Idee vorgestellt, sich bei der Entwicklung der Berliner Alle an den derzeit im Einzelhandel so erfolgreichen Malls zu orientieren. Was macht dieses Erfolgsmodell so attraktiv und was davon könnte die Berliner Alle übernehmen / integrieren, um zu einer Art Streetmall zu werden? Wo liegen aber auch die speziellen Vorzüge der Straße, die ausgebaut werden müssten? Vor diesem Hintergund entspann sich eine angeregte Diskussion. Wäre es nicht möglich, eine bessere Trennung von Verkehr und Menschen hinzubekommen, etwa über eine begrünte Trennwand zur Straße oder eine Überdachung der Erdgeschosses? Wie können mehr Parkplätze geschaffen werden? Wie kann ein gemeinsamer Auftritt durch verbindende Elemente aussehen? Es wurde schnell klar: Es ist sicher ergiebiger, sich von Beginn an an einem einheitlichen Konzept zu orientieren, als einzelne Punkte und Orte rauszunehmen und damit immer nur punktuell etwas zu erreichen. Schwierig hierbei ist oft der Kontakt zu den Immobilienbesitzern, die als Vermieter jaallen optischen Änderungen und baulichen Maßnahmen zustimmen müssten. Rona Tietje bot hier Unterstützung durch den Bezirk an. Dieser könne bei einer schwierigen Kontaktaufnahme helfen.

Nils Busch-Petersen brachte als Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg eine weitere gute Idee ins Spiel. Das Siegel "generationengerechtes Einkaufen", mit dem bisher einzelne Läden ausgezeichnet werden, die eine barrierearme und beschwerdefreie Einkaufssituation vorweisen können, wäre doch ein toller Anreiz für die Gestaltung der Straße. Als ganze Einkaufsstraße ein solches Siegel zu bekommen - das wäre ein echtes Alleinstellungsmerkmal. 

Am Ende der Diskussion war klar: Alle Beteiligten stehen erst am Anfang, es liegt viel Potential in der Berliner Allee rund um den Antonplatz und ein gemeinsames Engegament hätte positive Auswirkungen für alle! Dies wird also sicherlich nicht die letzte Runde dieser Art gewesen sein.

 

 

 

 

Download: 
handzettel_zigaretten.pdf (PDF; 266,95 KB)

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