Alles rund um das Thema Verkehr: Ein kalter, aber sonniger Stadtteiltag an der frischen Luft.

10.11.2017 | Der gemeinsame Stadtteiltag von Clara West und dem Abgeordneten des Nachbarwahlkreises Tino Schopf widmete sich diesmal ganz dem Thema Verkehr.

Gäste waren gleich zu Beginn neben zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern auch die Bezirksverordnete Claudia Hakelberg sowie ein Vertreter des örtlichen Polizeiabschnittes.

Bei der ersten Station, dem S-Bahnhof Greifswalder Str. wurde schnell deutlich, dass der Umstieg zwischen Tram und S-Bahn nur sehr umständlich möglich ist. Tino Schopf konnte zwar berichten, dass die BVG bereits eine Verlegung der Tram-Haltestelle incl. Fußgängerfurt plant. Aufgänge und Fahrstühle von der Tram-Haltestelle direkt zum S-Bahnsteig kann es aber leider laut DB nicht geben, da der Nutzen den Aufwand nicht rechtfertige.

Bei den geplanten Baumaßnahmen der BVG (einen Entwurf hierzu finden Sie am Ende des Artikels) ist auch eine Verlegung des Radweges vorgesehen. Dieser befindet sich zur Zeit noch auf dem Bürgersteig und soll zukünftig auf die Straße verlegt werden. Weiteres Thema an dieser Station war der bereits jetzt überlastete ÖPNV. Die Situation in den überfüllten Straßenbahnen will die BVG u. A.durch den Einsatz längerer Trams begegnen. Clara West wies darauf hin, dass es illusorisch sei, auf den Bau einer früher einmal geplanten U-Bahn zu hoffen.

Auf dem Weg zur nächsten Station, dem sanierungsbedürftigen Gehweg Greifswalder Str (zwischen Naugarder und Erich-Weinert-Str.) machten die Teilnehmenden unfreiwillig Bekanntschaft mit den für Fußgänger zu kurzen Ampelphasen, die einen Zwischenaufenthalt auf der Fußgängerinsel nötig machen. Einigkeit herrschte bei der Auffassung das eine umfangreiche Sanierung des Gehwegs unter Berücksichtigung des vorhandenen Baumbestands dringend erforderlich ist. Hierzu könnten nicht nur Mittel aus dem Straßensanierungsprogramm akquiriert werden. In Frage kommen stattdessen auch andere „Töpfe“ wie z.B. SIWA-Mittel. Das insbesondere die Problematik der Entwässerung eine Dauerbrenner ist, zeigt auch eine Kleine Anfrage von Clara West aus dem Jahr 2011 (auch diese ist dem Artikel angehängt). Damals war sie noch Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung.

Viele Vertreterinnen und Vertreter der Initiative „Verein für Lebensqualität an der Michelangelostraße“ warteten bereits an der nächsten Station. Das geplante Bauvorhaben stößt aufgrund seines z.Zt. geplanten Umfangs nicht bei Allen auf Gegenliebe. Unklar sind auch die zukünftige Verkehrsführung und Einbeziehung einer Straßenbahntrasse, über die es noch keine weiteren Informationen gibt. Clara West und Tino Schopf machten deutlich, dass die Pläne für die derzeitige Route der A100 durch dieses Gebiet wohl ad acta gelegt werden können, sobald mit der Bebauung Fakten geschaffen werden. Eine Änderung der Route wäre dann unausweichlich.

Weiter ging es nach einer kurzen Aufwärmpause rund um die Berliner Allee. Auch hier zeigte sich, dass sich die Probleme an vielen Stellen im Bezirk ähneln. Erneut ungünstige Ampelschaltungen, zuwenig Platz für die einzelnen Verkehrsteilnehmer (Auto, Fahrrad, Fußgänger) und die Auswirkungen einer wachsenden Stadt, die sich in mehr Stress und fehlender Rücksichtnahme zwischen den Verkehrsteilnehmern zeigen. Ab hier war auch die Verkehrslenkung Berlin vertreten und gemeinsam kam man zu der Ansicht, dass die Umwandlung von einer zwei- zu einer einspurigen Straße der Berliner Allee am Antonplatz eventuell ein Lösungsansatz für das Platzproblem sein könnte. Eine entsprechende Prüfung muss jetzt auf Bezirksebene angegangen werden.

Bei der Grundsanierung der Berliner Allee ab Albertinenstr. wird es auf jeden Fall, so die Aussage der anwesenden Senatsverwaltung, eine Form der Bürgerbeteiligung geben. Noch steht dies aber nicht an, weil zuallererst eine Machbarkeitsstudie erstellt wird, die gerade in Arbeit ist.

Am Ende des Tages waren alle sowohl umfassend informiert als auch etwas durchgefroren. Nach der mobilen Sprechstunde am Antonplatz hieß es dan: Ab ins Warme!

 

 

 

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